Projektmanagement 101

Bevor wir uns anderen Themen widmen können, wollen wir eine kurze Einführung in Projektmanagement (PM) aus unser Erfahrung geben. Wir legen in unserer fünfteiligen Serie dar, was ein Projekt überhaupt zu einem Projekt macht und beleuchten die vier Phasen, die jedes erfolgreiche Projekt durchläuft. Außerdem beschreiben wir sinnvolle Zieldefinitionen, welche Phasen es gibt und geben Ihnen eine Checkliste, die den Einstieg in jedes Projekt erleichtert.

Hätten wir sie heute gebaut, wäre die Bibliothek von Alexandria wahrscheinlich halb durch PM-Ratgeber gefüllt. Wir wollen deshalb keine staubtrockene und saulangweilige theoretische Abhandlung zu dem Thema verfassen, sondern uns auf die wichtigsten Fragen konzentrieren, denen sich ein Projektmanager gegenübersteht. Wo fängt man an und wie geht man vor? Was muss berücksichtigt werden? Welchen Schwerpunkt sollte man in den verschiedenen Projektphasen setzen? Diesen Fragen widmen wir uns heute.

Der entscheidendste Faktor eines Projektes: Sein Ende

Wir haben das schöne Projektmanagement mal in vier fiktive Phasen seziert. Das geht nur aus einem einzigen, aber essentiellen Grund. Projekte haben einen Anfang und ein Ende. Alles andere ist Tagesgeschäft. Ein Beispiel: Ein Unternehmen, das am Fließband Antriebskomponenten herstellt, zählt die Produktion sicherlich zum Tagesgeschäft. Wenn aber eine neue Komponente entwickelt wird, ist das meist ein Projekt, das eben neben dem Tagesgeschäft läuft.

Hybride Unternehmen, bei denen Projekte das Tagesgeschäft bedingen, sind z.B. Beratungshäuser oder Private Equity Gesellschaften. Es klingt trivial, ist aber wichtig: Projekte haben einen klar abgrenzbaren Anfang und ein ebenso klar abgrenzbares Ende - denn daraus bedingt sich, dass Projekte auch ein klares Ziel haben - selbst wenn das Ziel selbst, beispielsweise für ein neues Strategiepaket, "Zieldefinition" heißt.

Eins noch vorab: Bei unseren vier Phasen geht es nicht um das Day-to-Day des Projektes. Methoden wie Scrum oder Agile stellen wir hier und heute noch nicht im Detail vor, aber den Platz von agilen Methoden im Projektmanagement werden wir beleuchten. Schließlich geht es vorerst um den gesamten und groben Plan eines Projektes - das "Big Picture". Los geht's!