Shareholder Activism: Risikominimierung

Vor kurzem haben wir Ihnen gezeigt, wie wir Unternehmen finden, die vielleicht mit Ihren Aktionären Probleme bekommen werden (mehr dazu hier). Ferner haben wir behauptet, dass gutes Projektmanagement und die richtigen Maßnahmen dieses Risiko minimieren können. Heute wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick geben, wo Sie besonders auf der Hut sein müssen um Shareholder Activism zu vermeinden.

Kurz zur Errinnerung: Der aktivistische Ansatz ähnelt dem, was ein großer Leveraged Fund bei einem Management-Buyout versuchen würde. Der Unterschied besteht darin, dass Aktivisten weniger Kapital einsetzen, um diese Rendite zu erzielen. Ein normaler Leveraged-Buyout-Fonds würde versuchen, das Unternehmen zu erwerben, um Veränderungen zu erzwingen. Aktivisten versuchen, eine Veränderung durch eine Minderheitsaktionärsbewegung herbeizuführen. Es handelt sich dabei um eine äußerst aggressive Anlageform, die nur sehr selten ohne Blut und Tränen auskommt.

Die heutigen aktivistischen Aktionäre erhöhen den Druck auf Unternehmen und ihre Vorstände, eine klare strategische Vision und eine Roadmap zur Wertmaximierung zu demonstrieren. Die Zunahme des Aktionärsaktivismus hat viele Unternehmen dazu bewogen, ihre Portfolios und Fähigkeiten proaktiver zu prüfen und zu bestimmen, was strategisch und finanziell passt.

Dabei zielen Aktionärsaktivisten insbesondere auf Unternehmen, wenn sie Schwächen in ihren Strategien und deren Umsetzung entdecken. Mit anderen Worten: Die richtige Strategie zu finden, sie dem Markt zu kommunizieren und sie transparent umzusetzen, ist der Schlüssel zum Erfolg. Das klingt natürlich leichter als gesagt als getan. Allerdings hilft es sich bei der Wahl der geeigneten Maßnahmen zu vergegenwärtigen, was häufige Gründe für das Anklopfen eines Aktivisten sind:

Wann Sie mit Aktivisten rechnen müssen

  1. Unterdurchschnittliche Performance im Gegensatz zu Ihren Peers
  2. Unterdurchschnittliche Cash-Entwicklung im Vergleich zu Ihren Peers
  3. Wasserkopfsyndrom: zu viele Overheads
  4. Wenig Innovation (z.B. Patente und Ausgaben für R&D) und wenig Umsatz mit neuen Produkten
  5. Suboptimale Kapitalstruktur

Natürlich ist es auch ohne Aktivisten am Markt das Ziel bei keiner dieser Punkte einen Haken setzen zu müssen. Doch gerade weil in Deutschland der Anteil der aktivistischen Aktivitäten zunimmt (siehe z.B. hier), gilt es besonders auf der Hut zu sein.

Projekte oder gar Programme, die sich mit der Verbesserung auf allen Fronten beschäftigen bedürfen dabei gezieltem Managemt. Ein gutes PMO - und natürlich eine gute Projektmanagementsoftware - helfen dabei ungemein den Fokus und den Überblick zu behalten.