Trends im Einzelhandel

2018 veröffentlichte KPMG einen umfangreichen Bericht über mögliche Entwicklungstrends im Einzelhandel. Der folgende Artikel stellt diese vor und erörtert ob es auch für 2020 noch akkurate Prognosen sind.


Me, myself and I

KPMG prognostiziert unter anderem, dass weiter verstärkte Investitionen in das sogenannte „Deep Retail“ zu einer Hyper-Personalisierung führen wird. Mit „Deep Retail“ ist das genaue Verständnis von Nutzerpräferenzen in der Kundenforschung gemeint. Wo es vorher nur allgemeine Forschungen über den Smartphone Nutzer gab wird heute noch mehr auf Details geachtet, beispielsweise werden Augenbewegungen oder auch Emotionen beim Handygebrauch studiert. Um personalisierte Einkaufserlebnisse, Produkte und Dienstleistungen zu schaffen werden Unternehmen auch in Zukunft viel in die Erforschung Ihrer Kundengruppen investieren. Ein Beispiel für ein solches Unternehmen ist die amerikanische Marke „Function and Beauty“, die personalisierte Haarpflegeprodukte herstellt.

Gestiegenes Preisbewusstsein

Das steigende Bewusstsein für Preisstrategien im Vergleich zur tatsächlichen Wertschöpfungskette wirkt sich auch auf das Einkaufsverhalten vieler Kunden aus. KPMG fand heraus, dass 75 Prozent der Verbraucher nicht mehr davon ausgehen, dass die Qualität eines Produktes parallel zum Preis steigt. Darüber hinaus recherchieren 81 Prozent der Verbraucher erst online, bevor sie sich zu einem Kauf verpflichten. Verbraucher fordern also mehr Kostentransparenz. Diese könnte vor allem durch Technologien wie Blockchain erreicht werden. Apps wie „Shop Savvy“ ermöglichen es Kunden auch jetzt schon, über den Barcode eines Produktes die Preise in verschiedenen Online-Stores und in nahegelegenen Geschäften zu vergleichen.

Der Aufstieg der KI

Mit zunehmender Begeisterung über neue KI-Fortschritte hat auch die Bereitschaft zugenommen mit ihnen zu kommunizieren. Vor allem intelligente Lautsprecher und Chatbots sind im Handel beliebt. Die Zahl der Nutzer von intelligenten Lautsprechern stieg innerhalb von einem Jahr (2017-2018) von 14 auf 27 Prozent an. KPMG prognostiziert, dass Chatbots 2020 an 85 Prozent aller Arten von Unternehmen und Verbraucherinteraktionen beteiligt sein werden. Als Beispiel für einen Chatbot dient das Produkt HelloAva. Es wird verwendet, um Kunden Hautpflegeprodukte basierend auf ihrem Hauttyp zu empfehlen.

Erlebnis-Einzelhandel

Heute steht das Erlebnis des Kunden mehr denn je im Mittelpunkt. Schon jetzt sagen deutsche Jugendliche, dass etwa 52 Prozent ihrer Urlaubsausgaben in erlebnisorientierte Käufe fließen werden. Ältere Generationen haben angegeben, dass nur 29 Prozent ihrer Ausgaben in diese Richtung gehen werden. IKEA ist eines der führenden Beispiele, denn es hat für über 100 Kunden eine Übernachtung in einem seiner Geschäfte organisiert.

Umweltfreundlich bitte.

Nachhaltigkeit ist im Handel keine Option mehr. Die kommende grüne Generation legt Wert auf Nachhaltigkeit und möchte dementsprechende Taten sehen. Ekoplaza hat in Amsterdam den weltweit ersten kunststofffreien Supermarkt eingeführt. Über 700 Produkte von Frischfleisch bis hin zu Linsen füllen die Regale verpackt in kompostierbare Biomaterialien.

Soziale Währung

Einer von drei Millenials nutzt Soziale Medien als primäres Instrument zur Interaktion mit Unternehmen. Soziale Währung ist die Ressource, die sich aus der Präsenz in sozialen Netzwerken ergibt. BirdsEye, eine internationale Marke für Tiefkühlprodukte nutzte beispielsweise ein Pop-up-Restaurant in London, um diese zu steigern. Bezahlt wurde dort indem man ein Bild seines Essens mit dem Hashtag #BirdseyeInspiration gepostet hat.

Bargeldloses bezahlen

Abgesehen von all diesen Trends wird auch im Einzelhandel durch Apps wie ApplePay immer mehr bargeldlos gezahlt. Makroökonomische Trends, die für 2020 erwartet werden können, sind Umsatzwachstum, hohe Beschäftigungsraten und Preissteigerungen. Gleichzeitig müssen die Einzelhändler ihre Ressourcen schonender einsetzen was viele zu vermehrter Zusammenarbeit mit dem Unternehmen der Lieferkette bringen wird. Darüber hinaus müssen Qualifizierungsprogramme zur Personalsuche ausgebaut werden. Andernfalls wird es zu einem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern kommen.

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